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VW Sharan

Mit dem Sharan stieg Europas größter Automobilbauer Volkswagen anno 1995 in das Segment der Großraumlimousinen ein, der allerdings keine reine Eigenentwicklung war. Tatsächlich entstand der (erste) VW Sharan zusammen mit US-Hersteller Ford, weswegen das Modell im Ford Galaxy erster Generation quasi einen baugleichen Bruder findet, ebenso im Alhambra der spanischen Tochter Seat.

Gebaut wird die Großraumlimousine oder Van als Fünftürer mit Steilheck, Ende 2010 kam die zweite Generation in den Handel.

VW Sharan I: 1995 bis 2010

Die Idee eine Großraumlimousine begann jedenfalls 1991, als Volkswagen und Ford ein Joint Venture auflegten, um ein Modell eben speziell für Familien zu bauen. Kurzerhand gründeten die Autobauer in Portugal den Ableger Autoeuropa Automóveis Ltda, an welchem beide Unternehmen zu 50 Prozent beteiligt waren. In der Optik lehnte sich das Trio Sharan/Alhambra/Galaxy anfangs an den Ford Mondeo I an, das Heck erinnerte wieder an den VW Passat.

Mit der ersten Modellpflege 2000 wurde das Design des VW Sharan und seiner Geschwister eigenständiger, ab 2004 folgte der Sharan innen wie außen mehr dem Passat und VW Golf. Ford lieferte Radaufhängung und Bodengruppe, Volkswagen die TDI und V6-Motoren. Kurioserweise übernahm Ford einige Teile wie beispielsweise die Seitenblinker später sogar für seine Modelle Fusion, Fiesta und Focus.

VW Sharan: Erst mit, dann ohne

Trotzdem währte die Kooperation mit Ford nur wenige Jahre, schon Ende 1999 verkauften die Amerikaner ihre Anteile an Autoeuropa an die Volkswagen AG, da es Zwist um das Nachfolgemodell gab. 2006 wurde die Zusammenarbeit ganz beendet, der letzte Galaxy bei Autoeuropa in Portugal wurde 2005 gebaut, die neuen Generation entwickelten beide Autobauer in Eigenregie.

Optisch zeigte das Trio Sharan, Alhambra und Galaxy nur wenige (Detail)Unterschiede, wobei die Großraumlimousine Platz für bis zu sieben Insassen bot. Auf Seite der Motoren standen dem ersten VW Sharan schließlich Benziner wie Dieselmotoren zur Verfügung, die bis zu 204 PS (Ottomotoren) respektive 150 PS (Diesel) leisteten. Interessant war der VW Sharan zudem in Form der LPG-Version von 2006 bis 2010, die mit bivalentem Antrieb mit Benzin oder Autogas betrieben werden konnte.

VW Sharan II: Zweite Generation seit 2010

Auf Basis der Mittelklasse Passat brachte Volkswagen September 2010 die zweite Generation des VW Sharan - wieder als Fünftürer mit Steilheck - ins Autohaus, der zum Einstiegspreis von knapp 30.000 Euro (Stand 2011) startet. Gezeichnet wurde der neue Sharan von Walter de’Silva und Klaus Bischoff, wobei Elemente vom VW Touareg im zweiten Sharan ebenso zu erkennen sind wie vom VW Golf Plus. De’Silva hat übrigens auch Modelle wie Seat Altea, Seat Leon, Seat Ibiza oder Audi A6 C6, Audi A5, Audi TT II und Audi R8 gezeichnet...

Die zweite Generation des VW Sharan ist deutlich gewachsen, in der Länge um 22 Zentimeter auf 4,85 Meter, in der Breite um neun Zentimeter auf 1,90 Meter, im Radstand um acht Zentimeter auf 2,91 Meter. Außerdem baut der VW Sharan II neuerdings auf ein Schiebetürsystem, das gegen Aufpreis sogar elektrisch funktioniert.

VW Sharan: Fünf, sechs oder sieben

Angeboten wird der VW Sharan II als Fünf-, Sechs- oder aber Siebensitzer. Die beiden hinteren Sitzreihen sind komplett im Fahrzeugboden versenkbar, wodurch der Kofferraum bis zu 2.297 Liter Ladevolumen bietet. In Serie bietet der VW Sharan II sieben Airbags, ESP, elektrische Außenspiegel, elektrische Feststellbremse, elektrische Fensterheber oder Berganfahrhilfe. Optional steht ein Panorama-Schiebedach zur Wahl.

Als Motoren offeriert der zweite Sharan Ottomotoren mit 150 bis 200 PS aus 1,4 bis 2,0 Litern Hub sowie 2,0-Liter-Diesel mit 140 bis 163 PS. Ein Start-Stopp-System wird ebenso angeboten wie ein Bremsenergierückgewinnungssystem oder adaptive Fahrwerksregelung. Als Getriebe steht dem VW Sharan II wieder ein 6-Gang-Schaltgetriebe oder ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl, für 2011 ist ein Allradantrieb geplant. Im Euro NCAP-Crashtest erreichte die Großraumlimousine fünf von fünf Sterne, die Konkurrenz findet sich in Modellen wie Ford S-Max, Renault Espace, Peugeot 5008, Mercedes R-Klasse, Opel Zafira, Mazda5...

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