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VW Phaeton

Mit dem Phaeton wagte sich der Wolfsburger Autobauer Volkswagen 2002 in das Segment der Oberklasse, wobei der VW Phaeton wie andere Modelle seiner Art allein als Viertürer-Limousine im Autohaus steht.

Gebaut wird der VW Phaeton zudem fast allein per Handarbeit, genauer in der berühmten „Gläsernen Manufaktur“ in Dresden, der V6 TDI war 2007 sogar der erste Motor in der Oberklasse mit Euro-5-Norm.

Nobel-Volkswagen: Zuerst als Concept D

Präsentiert wurde die erste Studie 1999 auf der IAA noch als „Concept D“ und mit Schrägheck, parallel zeigte Volkswagen den neuen V10-Turbo-Diesel. 2002 kam der Nobel-Viertürer schließlich in den Handel, jetzt als „echte“ Limousine mit Stufenheck, Ende 2002 folgte eine Langversion.

Der Premiumkonkurrenz steht der VW Phaeton jedenfalls in nichts nach, tatsächlich bachte die Oberklasse mit permanenten Allrad (4Motion) einige interessante Innovationen mit. Diese waren beispielsweise das selbstleuchtende Nummernschild, eine individuell einstellbare Klimaautomatik, die hohe Torsionsteifigkeit der Karosserie, Autotelefon mit Bluetooth, Abstandsregeltempomat, Spurwechselassistent (SideAssist), Keyless Access (Zugriff ohne Schlüssel) oder LED-Tagfahrlicht.

Die Basis des VW Phaeton, die im VW-Werk Zwickau produziert wird, kommt schließlich sogar in den Bentley-Modellen Continental GT, Continental GTC und Continental Flying Spur zum Einsatz.

VW Phaeton: Wolfsburger Wolf im Schafspelz

Geht es schließlich um die Leistung, zeigt sich mit dem VW Phaeton ein wahrer Wolf im berühmten Schafspelz. Unter der Haube des Vier- oder Fünfsitzers nämlich zeig(t)en sich Motoren vom „kleinen“ V6 über V8 und V10 bis hin zu einem W12-Aggregat, Allrad und ebenso die Luftfederung Airmotion sind generell in Serie dabei.

Besonders der in 2004 neue V6 TDI erwies sich für den VW Phaeton als Glücksgriff, prompt wurde der kleinste Diesel im Angebot zum Verkaufsschlager. 2007 hingegen strich Volkswagen den V10-Turbo-Diesel, allerdings wegen veralteter Technik (Abgasnorm). Der W12 wurde ebenfalls 2011 aus dem Portfolio genommen, ergo sind aktuell (Mai 2011) zwei Benziner als V6 mit 3,6 Liter und V8 mit 4,2 Liter zu haben, außerdem der V6-Diesel mit 3,0 Litern. Von der Leistung her zeigen der TDI 240 PS (176 kW), der V6 280 PS (206 kW) und der V8 schließlich 335 PS (246 kW)...

Modellpflege für eine Oberklasse

Mittlerweile hat der VW Phaeton ganze drei Mal eine Modellpflege erfahren. Die erste in 2007 gilt als größere Produktpflege, die beispielsweise Kurvenlicht, DVD-Navi, Spurwechselassistent, einen optimierten V6-TDI und einige zarte optische Änderungen enthielt.

2008 folgte bereits das nächste Facelift, genauer im November 2008. Diesel Mal wurde der VW Phaeton etwa mit einem (wieder) neuen Multimedia-Navi inklusive Touchscreen ausgestattet, Rückfahrkamera oder ein Schminkspiegel im Himmel für die Damenwelt.

Anno 2010 brachte Volkswagen schließlich die dritte und bis dato letzte Modellpflege ins Autohaus, die wieder „groß“ ausfällt. Front wie Heck des VW Phaeton sind deutlich überarbeitet, just besticht die Oberklasse außerdem mit dynamischer Fernlichtregulierung, Verkehrszeichenerkennung via Multifunktionskamera, LED-Nebelscheinwerfer, neuen Lackierungen (Serpentino Grey und Deep Black), Radio-Navigationssystem (RNS 810), 18-Zoll-Leichtmetallräder in Silber und überarbeiteten V6-TDI. Für 2013 wurde die neue Generation des Oberklasse angekündigt, angeblich auch mit Hybridantrieb...

VW Phaeton: Namensfindung und Absatzzahlen

Der Name des VW Phaeton ist übrigens abgeleitet vom Sohn des Helios, Sonnengott der griechischen Mythologie. Besagter Phaeton verursachte im Sonnenwagen des Helios prompt einen Weltuntergang, was vielleicht nicht gerade ein gutes Omen für ein Auto sein sollte. Trotzdem ist der VW Phaeton nicht das erste Auto dieses Namens, beispielsweise gab es mal einen Phaeton von Horch, dessen Gründer August Horch später Audi auflegte. Selbst die heutige VW-Tochter Skoda hatte 1930 einen Phaeton im Programm...

Geht es schließlich um die Absatzzahlen, könnte man tatsächlich meinen, dass der Name Phaeton (s)einen Schatten auf die Oberklasse wirft. Denn wirklich erfolgreich war der VW Phaeton bisher nicht, als kleiner Vergleich dienen vielleicht die offiziellen deutschen Zulassungszahlen des KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) für das erste Halbjahr 2010.

VW Phaeton: Aller Anfang ist schwer...

In diesen sechs Monaten nämlich kommt der VW Phaeton mit 700 verkauften Neuwagen - in Deutschland - nur auf Platz vier, deutlich hinter Mercedes S-Klasse (2.954 verkaufte Modelle), BMW 7er (2.551) und Konzernbruder Audi A8 (2.074) - zumindest aber vor Jaguar XJ (177) und Lexus LS (37).

Mitte 2006 verschwand der VW Phaeton nach gerade mal 3.500 verkauften Modellen sogar aus dem US-Autohaus, trotzdem wurden bis 2009 immerhin 40.000 Modelle gebaut, zumal selbst BMW oder Audi mit ihren Modellen in der ersten Generation nicht viel erfolgreicher waren. In China hingegen wird der Phaeton immer mehr zum Renner, 2010 sorgte der chinesische Markt für einen Produktionssteigerung von rund 30 Prozent...

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