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VW Passat

Mit dem Passat bietet der Wolfsburger Hersteller Volkswagen seit 1973 eine Mittelklasse, die nicht nur in zig Generation gebaut wurde, sondern schon traditionell zu den Topmodellen beim deutschen Käufer zählt.

Benannt ist der VW Passat wie etliche andere VW-Modelle wie Golf, Bora, Vento oder Jetta nach einem Wind, genauer nach dem Passatwind. Abgeleitet wurde der VW Passat zudem vom Audi 80, dem Vorgänger des heutigen Audi A4...

VW Passat B1: 1973 bis 1980

1973 bis 1980 lief die erste Generation des VW Passat vom Band, intern schlicht Typ 32, in den USA hingegen als VW Dasher oder Audi Fox (Kombi). Tatsächlich war der erste Passat nahezu identisch mit dem Audi 80 B1, lediglich die Hinterachse war neu und die Karosserieform als Fließ- statt Stufenheck. Auch die längs eingebauten Vierzylinder-Aggregate waren die gleichen wie im Audi.

1974 folgte der VW Passat als Kombi (Typ 33), 1977 eine Modellpflege, intern Typ 32A respektive Typ 33A. Neu waren Frontstoßfänger aus Kunststoff, überarbeitet war außerdem das Heck. 1978 wurde der 1,5-Liter-Diesel aus dem VW Golf I übernommen, Anfang Februar für den Passat GLI wieder der Motor aus dem Golf GTI. 1974 bis 1988 wurde der VW Passat I zudem in Brasilien produziert.

VW Passat B2: 1980 bis 1988

1980 kam mit dem VW Passat B2 (intern Typ B32) die zweite Generation der Mittelklasse auf den Markt, die bis 1988 gebaut wurde. Obwohl die Optik recht deutlich die erste Generation erkennen ließ, gilt der VW Passat B2 als Neukonstruktion, wobei Passat Nummer zwei vor allem länger und breiter wurde.

September 1982 stellte der Passat die Basis für den Santana (USA Quantum), der als Stufenheckmodell und mit mehr Komfort ausgestattet war. 1982 schließlich präsentierte Volkswagen einen Diesel inklusive Abgasturbo, 1984 die Allradversion Passat Variant Synchro. 1985 wurde der VW Passat modellgepflegt, die Stoßfänger wurden größer, der Kühlergrill überarbeitet, der Santana mit Stufenheck wurde in Passat umbenannt. Als Karosserieversionen bot der Passat B2 nun einen Fünftürer-Kombi, Fließheck (Drei- und Fünftürer) und eben die Limousine.

VW Passat B3: 1988 bis 1993

Mit dem Passat B3 wurde 1988 bis 1993 die dritte Generation gebaut, intern Typ 35i. Hauptmerkmal des VW Passat B3 war der Kühlergrill - der nicht vorhanden war. Tatsächlich fand sich zwischen den kantigen Scheinwerfern einfach ein VW-Logo mitten in einem Loch respektive in einer Vertiefung wieder, prompt hatte der VW Passat B3 seinen Spitznamen weg: Nasenbär.

Ebenso prompt bot der Handel aufklebbare Kühlergrill-Attrappen an, außerdem setzte der B3 neuerdings auf quer eingebaute Motoren. Als Karosserieversionen gab es nur noch den Passat als Stufenheck-Limousine und als Kombi Variant, das Schrägheck wurde gestrichen. Generell mit Frontantrieb ausgestattet gab es den Passat B3 optional auch mit Allrad.

VW Passat B4: 1993 bis 1997

1993 folgte auf dem B3 der VW Passat B4 (intern Typ 3A) als vierte Generation, die allerdings nur bis 1997 und somit gerade mal vier Jahre gebaut wurde. Wie schon die dritte Generation wirkte der B4 deutlich runder als die ersten beiden Passat-Modelle, gleichzeitig massiger, außerdem hatte der vierte Passat wieder einen echten Kühlergrill - tatsächlich war der B4 eher ein Facelift des B3 als eine echte neue Generation.

Wieder gab es zwei Karosserieversionen, Stufenheck und Kombi, wobei die Modellpflege vom B3 zum B4 deutlich konservativer als zuvor wirkte. Dafür bot Volkswagen und der Passat als eines der ersten Mittelklasse ab Ende 1992 einen Airbag, allerdings gegen Aufpreis. Mit der 1993er Modellpflege wurde der Airbag jedoch zur Serie, ebenso wie Beifahrerairbag, Gurtstraffer, ABS und Seitenaufprallschutz.

VW Passat B5: 1996 bis 2005

Die fünfte Generation Passat B5 (Typ 3B) folgte 1996 bis 2005, wieder als Kombi und Limousine mit Stufenheck, die Form war wieder einen Tick runder und wirkte moderner-dynamischer. Besonders im Fond bot der VW Passat B5 mehr Platz, die Motoren wurden wieder längs eingebaut, der Antriebsstrang war gleich den Konzernbrüdern Audi A4 und Audi A6, mit denen sich der Passat B5 außerdem die Plattform teilte.

„Dank“ der Lopez-Affäre litt der VW Passat B5 unter Qualitätsproblemen, mit der Modellpflege zum B5 GP (Große Produktaufwertung), intern Typ 3BG, aber waren die Probleme größtenteils überwunden, wobei die optischen Retuschen eher sanfter Art waren. 2004 folgte ein weiteres kleineres Facelift, 2005 wurde die fünfte Generation eingestellt.

VW Passat B6: 2005 bis 2010

Die sechste Generation baute Volkswagen von 2005 bis 2010, intern Typ 3C, die in China bei FAW-Volkswagen als VW Magotan (Limousine) und VW Variant (Kombi) produziert wird. Die PQ46-Plattform teilt sich der VW Passat B6 mit den Konzerngeschwistern VW Golf V, VW Eos und Skoda Superb II, der Motor war - wieder - quer eingebaut.

Innovativ im Passat B6 war beispielsweise die elektronische Feststellbremse, „keyless start“, Starten ohne Schlüssel, oder die Ausstattung mit einem SAP-Telefon direkt ab Werk. 2007 folgte mit dem BlueMotion-Modell eine besondere Spar-Version, 2008 lieferte das neue Topmodell Passat R36 aus 3,6 Litern Hub 300 PS.

VW Passat B7: Siebte Generation seit 2010

Ende 2010 kam mit dem VW Passat B7 die siebte Generation in den Handel, wobei die Plattform vom B6 weiter genutzt wurde, die Optik aber deutlich verändert erscheint. Der Radstand ist leicht verlängert, kurzum präsentiert sich die neue Generation des VW Passat frischer und agiler als der B6.

In den USA hingegen bietet Volkswagen seit 2011 eine eigenständige und gut zehn Zentimeter längere Version an, die direkt in den Staaten produziert statt aus Europa teuer importiert wird. Wird der US-Passt nur mit drei Motoren angeboten, stehen dem europäischen VW Passat größtenteils die gleichen Motoren der alten B6-Generation zur Verfügung.

VW Passat CC: Das Comfort-Coupé

Anno 2008 und somit auf Basis des VW Passat B6 (Typ 3C) brachte der Hersteller Volkswagen neben Limousine und Kombi eine dritte Karosserieversion auf den Markt, die Passat CC getauft wurde. Entgegen der „Norm“, wonach CC meist für Coupé-Cabriolet steht, bedeutet das Kürzel beim Passat jedoch „Comfort-Coupé“.

Ähnlich dem Konzernbruder Audi A5 Sportback zeigt der Passat CC außerdem recht coupé-untypisch vier statt zwei Türen, wobei der CC vor allem als eine Art Lückenfüller eben zwischen dem Passat und der Oberklasse Phaeton gedacht ist. Ausgestattet ist der VW Passat CC schließlich mit einigen technischen Innovationen, beispielsweise selbstlenkendem Parkassistent oder Spurhalteassistent...

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