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Toyota Land Cruiser

Mit dem Land Cruiser stellt der japanische Hersteller Toyota bereits seit 1951 einen Geländewagen auf die Räder, der durchaus als Legende bezeichnet werden kann - selbst wenn der Toyota Toyota Land Cruiser anfangs schlicht Toyota BJ hieß.

Der Nippon-Offroader erwarb sich jedenfalls schnell einen guten Ruf, galt und gilt bis heute als robust und zuverlässig, mittlerweile ebenso als komfortabel und vor allem als „variationsreich“. Allein in Deutschland gibt es zwei Versionen: Den Land Cruiser und den V8.

Land Cruiser: Zuerst als Toyota BJ

Nach dem Zweiten Weltkrieg, wo Toyota bereits für die japanische Armee einen Geländewagen entworfen und gebaut hatte, begann der Autobauer 1950 erneut mit einem Offroader. Tatsächlich war das neue Modell wieder für die Streitkräfte gedacht, 1951 ging der Toyota BJ in Produktion.

Allerdings kam der Toyota BJ nicht bei der Armee zum Einsatz, da ein Konkurrent den Auftrag gewonnen hatte. Trotzdem wurde der erste Land Cruiser von Behörden, Forst und US-Besatzungsmilitär genutzt. Als Motor diente ein Diesel mit 85 PS (63 kW) aus 3,4 Litern Hub, gebaut wurden vom eher robusten denn komfortablen BJ allerdings nur 298 Modelle, vier gingen ins Ausland.

J2/J3: Land Cruiser seit 1954

1954 kam die neue Generation J2 und (später als größeres Modell) J3 auf den Markt, außerdem wurde der Geländewagen in Toyota Land Cruiser umbenannt und international bekannt. Weniger militärisch zeigte der Land Cruiser J2/J3 markante Scheinwerfer, die nun in die Karosserie eingebaut statt wie im ersten Modell freistehend waren.

Das Design erschien angenehmer, die längeren Vier-Platten-Blattfedern boten mehr im Komfort. Neu war auch der Motor, der J2 baute auf ein 3,9-Liter-Benziner mit 109 PS. Von mittlerweile 2.887 gebauten Modellen gingen über 2.400 in den Export, 1957 erfolgte die Markteinführung in den USA, der FJ25 mit längeren Radstand kam auf den Markt. 1958 folgte der J3 als größeres Modell, plus die Version als Viertürer-Stationwagen (FJ35V).

Land Cruiser J4/J5: Dritte Generation ab 1960

1960 folgte die dritte Generation als Land Cruiser J4, das größere Modell hieß später J5. Produziert wurde der Toyota Land Cruiser III bis 1982, erstmals kam der Offroader nach Deutschland. Einmal mehr gab es den Land Cruiser in zig Versionen, in kurz (J40), in lang (J45), in Mittelgröße (J43/J46), als Pick-up (J45) oder als fünftürigen Station.

Der größere J5, größtenteils mit gleicher Technik, aber bulligerer Optik, war vor allem für Nordamerika gedacht und wurde 1967 bis 1980 gebaut. In Brasilien wurde der J5 in Lizenz als Toyota Bandeirante sogar bis 2001 produziert, außerdem gilt der J55 als Vorgänger des heutigen Toyota Land Cruiser V8.

Toyota Land Cruiser J6: 1981 bis 1990

1981 kam mit dem J6 die vierte Generation des Toyota Land Cruiser ins Autohaus, der bis 1990 mit Benziner wie ebenso Dieselmotor angeboten wurde. Der Benziner, ausgestattet mit Automatik, war wieder einmal speziell für den US-Markt gedacht, 1984 folgte die größere Land Cruiser Version als J7, der wie der kleinere J6 die ehemals typische Bulligkeit verlor und auf mehr gerade Linien setzte.

Gebaut wird der Toyota Land Cruiser J7 übrigens bis heute, wobei über die Jahre etliche technische Verbesserungen stattfanden, etwa Schrauben- statt Blattfedern vorn in 1999, neue Front in 2007 etc. Einmal mehr ist der J7 zudem mit verschieden langen Radständen oder Aufbauten zu haben...

Land Cruiser J8: 1990 bis 1997

Mit dem Land Cruiser J8 ging 1990 die fünfte Generation in Produktion, die schließlich bis 1997 gebaut wurde. Mit der Premiumtochter Lexus erschloss sich Toyota mit dem Edel-Offroader Lexus LX (nicht in Deutschland erhältlich) auf Basis des Land Cruiser J8zudem eine neue Kundschaft, 1996 folgte der größere J9, der (teilweise) den Land Cruiser J7 beerbte.

In manchen Ländern vermarktet Toyota den Land Cruiser J9 daher als Toyota Land Cruiser Prado, 2002 allerdings wurde der Prado oder eben J9 eingestellt.

Toyota Land Cruiser J10: 1998 bis 2007

1998 bis 2007 rollte der Toyota Land Cruiser J10 in den Handel, in Deutschland wurde das Modell als Toyota Land Cruiser 100 verkauft. Parallel bot Toyota wieder eine Edelversion als Lexus LX (nicht in Deutschland) an, die in Serie sogar mit Klimaanlage versehen war.

2002 folgte mit dem (kleineren) J12 der Erbe des Land Cruiser J9, der bis 2009 produziert wurde und mancherorts wieder als „Prado“ verkauft wurde. Jener J12 Prado war neben dem Hilux das erste Auto, welches den Nordpol erreichte - selbstredend mit großen technischen Modifizierungen.

Land Cruiser J15/J20: Generation Nummer sechs

Mit dem Toyota Land Cruiser J15 folgte 2009 die sechste Generation als Erbe des J12, der in Deutschland ganz normal als Land Cruiser und Drei- so wie Fünftürer vermarktet wird. Als Motor dient ein Vierzylinder-Diesel mit drei Litern Hub, 190 PS (140 kW) und 420 Nm. Mit Schaltgetriebe verbraucht der Selbstzünder 8,0 Liter, mit Automatik hingegen 8,4 Liter. Die Spitze gibt Toyota mit 175 km/h an, den Sprint von null auf 100 km/h mit 11,7 respektive 12,4 Sekunden.

Ein Jahr zuvor in 2008 kam außerdem bereits der Toyota Land Cruiser V8 in den Handel, der als größtes Modell der Modellreihe das Topmodell stellt. Tatsächlich ist der J20 deutlich länger (4.950 statt 4.485 bis 4.760 mm), breiter (1.970 statt 1.885 mm) und zeigt mehr Radstand (2.850 statt 2.450 bis 2.790 mm), ist aber flacher (1.865 statt 1.85 bis 1.890 mm).

Land Cruiser: Topmodell heißt V8

Außerdem wird der J20 als Topmodell Toyota Land Cruiser V8 allein als Fünftürer, permanenten Allrad und 6-Stufen-Automatik angeboten, beim Motor dient ein Diesel mit 286 PS (210 kW) und 650 Nm aus 4,5 Liter als Antrieb. Einmal mehr stellt der Land Cruiser V8 die Basis für den Lexus LX dritter Generation. Der Verbrauch liegt bei 10,2 Liter auf 100 Kilometer (CO2: 270 g/km), die Spitze bei 210 km/h und der Sprint auf 100 bei 8,2 Sekunden.

Als - im Gegensatz zum SUV-Bruder Toyota RAV4 - echter Offroader und Geländewagen hat der Land Cruiser keinerlei Probleme mit echtem Gelände. In der Praxis kommt der Land Cruiser mit Wassertiefen von bis zu 70 Zentimetern (225 mm Bodenfreiheit) klar, die Steigungsfähigkeit liegt bei bis zu 45 Grad, der Kippwinkel bei 44 Grad.

Toyota Land Cruiser: Klein und groß

Für den Laien erscheinen die Generation und die kleinen und parallel großen Versionen schwer trennbar, da beide Modelle generell parallel, aber nicht immer zeitgleich angeboten wurden. Als kurze Erklärung: Das „J“ im Namen steht bei Toyota für Geländewagen, die Zahlen geben die Generationen und (Karosserie)Varianten wieder. Die kleinen Modelle der einzelnen Generation trugen die Kürzel J2, J4, J7, J9, J12 und schließlich J15, die großen wieder J3, J5, J6, J8, J10 und J20.

Was in Deutschland als Toyota Land Cruiser vermarktet wird, hieß oder heißt beispielsweise in Österreich Land Cruiser 300, ansonsten generell Land Cruiser Prado oder nur Prado. Der hiesige Land Cruiser V8 wieder wird mancherorts als Land Cruiser 200 verkauft, der J7 (vierte Generation) wird sogar heute noch in Afrika oder Australien gebaut...

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