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Renault Espace

Mit dem Espace brachte der französische Autobauer Renault im Jahr 1984 die in Europa erste Großraumlimousine - umgangssprachlich mittlerweile Van - auf den Markt, die jedoch nicht in Eigenregie entstand. Tatsächlich war der spätere Renault Espace eine Entwicklung von Matra und für den damaligen PSA-Ableger Talbot gedacht...

Renault Espace
Ein Modell, vier Generationen: Renault Espace IV, III, II, I (von links)

Doch es kam anders: Talbot befand sich in finanziellen Schwierigkeiten und die Großraumlimousine rollte als Renault Espace ins Autohaus. Bis ins Jahr 2002 wurde das Modell bei Matra produziert, erst mit der vierten Generation des Espace übernahm Renault die Fertigung. Innerhalb der Renault-Flotte findet der Renault Espace seinen Platz (ausgegangen von Größe und Raumangebot) über Twingo, Clio, Modus, Wind, Kangoo, Megance, Fluence, Scenic, Koleos, Laguna und Latitude sowie wohl allein unter Trafic und Master.

Renault Espace: Die ersten zwei Generationen
Die zwei ersten, optisch recht ähnlichen Generationen des Renault Espace, der Typ J11 von 1984 bis 1991 sowie der Typ J63 von 1991 bis 1997, zeigten gleich einige Neuheiten. Zum ersten das in Europa gänzliche neue Innenraumkonzept mit bis zu sieben Sitzen, zum zweiten die im Verhältnis zur eigentlichen Fahrzeuggröße leichte Karosseriebauweise dank Kunststoff.

Renault Espace I
Erstes Modell seiner Art in Europa: Renault Espace I (1984 - 1991)

Trotzdem wurde der Renault Espace nicht prompt ein Erfolg, die ersten Verkäufe verliefen eher mager. 1988 wurde der Renault Espace überarbeitet, schließlich wurden fast 192.000 Modelle der ersten Generation verkauft. Der Renault Espace II ab Februar 1991 war 18 Zentimeter länger gezeichnet, etwas runder und mit mehr Leistung versehen, baute jedoch optisch wie technisch auf die erste Großraumlimousine auf. Schlussendlich wurde der zweite Renault Espace mit über 316.000 Modellen auch deutlich erfolgreicher als die erste Generation.

Renault Espace III: Dritte Generation 1997 bis 2002
1997 bis 2002 folgte mit dem Modell JE die dritte Generation des Renault Espace, die als letztes Modell bei Matra entwickelt und produziert wurde. Einmal mehr setzte der Renault Espace auf eine Kunststoff-Karosserie, das auf einem verzinkten (Stahl)Chassis montiert war, die komplett neuen Vierzylinderaggregate wurden neuerdings quer eingebaut. Zur Option standen über die Jahre drei 2,0-Liter-Benziner mit 114 bis 140 PS sowie ebenfalls drei Diesel mit 98 bis 129 PS aus 1,9 oder 2,2 Liter, außerdem zwei Sechszylinder-Benziner mit 167 beziehungsweise 190 PS aus jeweils 3,0 Litern.

Renault Espace III
Letztes Matra-Modell: Renault Espace III von 1997 bis 2002

Zur IAA 1997 präsentierte Renault eine um 27 Zentimeter gestreckte „Grand“-Version, die als erster Van beim Euro NCAP Crashtest mit vier (von fünf) Sternen überzeugen konnte und vor allem mehr Platz im Innenraum bot. Mitte 2000 erfuhr der Renault Espace III eine Modellpflege, bis zur Einstellung der Produktion wurde die dritte Generation insgesamt in einer Auflage von über 357.000 Fahrzeugen verkauft.

Renault Espace IV: Vierte Generation seit 2002
2002 brachte Renault die vierte Espace-Generation auf den Markt, die nun in Eigenregie entstand und beim Euro NCAP fünf Sterne einfuhr - erneut als erster Van überhaupt. Prompt zur Markteinführung stand dem Renault Espace IV (4,66 m) die rund 20 Zentimeter längere „Maxiversion“ Grand Espace (4,86 m) zur Seite, neu war außerdem die selbsttragende Karosserie aus klassischem Stahlblech. Das Topmodell kam anfangs mit einem Sechszylinder-Benziner mit 3,5 Litern Hub daher, der aus dem Nissan 350Z, dem Vorgänger des Nissan 370Z, adaptiert wurde.

Renault Espace IV und Renault Grand Espace
Heckansicht: Renault Espace IV und Renault Grand Espace

von Isuzu wurde hingegen ein Sechszylinder-Diesel mit 177 PS aus 3,0 Litern geliefert, der beispielsweise auch in den (damaligen) Opel-Modellen Vectra (Vorgänger vom Opel Insignia) und Signum oder dem Saab 9-5 verbaut wurde. Parallel standen jeweils zwei Vierzylinder zur Wahl, die als Benziner bis zu 163, als Diesel bis zu 150 PS lieferten.

Espace IV: Modellpflegen, Ausstattung, Konkurrenz
April 2006 wurde der Renault Espace IV einer Modellpflege unterzogen, die typisch Renault als Phase II bezeichnet und bis 2010 vertrieben wurde. Überarbeitet wurden beispielsweise Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer, Kühlergrill, Heckleuchten und (teilweise) Motoren. Das nächste Facelift folgte Ende 2010, Phase III offerierte LED-Tagfahrlicht, die Radios aus Renault Megane und Renault Scenic (inklusive Bluetooth und USB) oder ein TomTom-Navi. Die V6-Antriebe wurden gestrichen, als Antriebe stehen dem Renault Espace mittlerweile nur noch ein Benziner (TCe 170) mit 170 PS sowie zwei Diesel mit 150 oder 173 PS (dCi 150 und dCi 175) zur Wahl.

Renault Grand Espace
20 Zentimeter länger: Renault Grand Espace (Fotos © Renault)

In Serie ist das Basismodell (ab 32.440 Euro, Stand 03/2012) mit Klimaautomatik, Navi, CD-Radio, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Nebelscheinwerfer, ABS inklusive EBV und Bremsassistent, ESP inklusive ASR und Untersteuerungskontrolle USC oder Gurtstraffer (vorn) und Gurtkraftbegrenzer ausgestattet. Konkurrenz findet der Renault Espace in VW Sharan, Seat Alhambra, Chrysler Voyager respektive Lancia Voyager, Ford Galaxy, Peugeot 807 und Citroen C8 oder Mercedes R-Klasse.

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