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Maybach 62

Mit dem schlichten Zahlenkürzel 62 bietet die Maybach Manufaktur seit 2002 eine Oberklasse an, die typisch ihrem Segment allein als Limousine mit vier Türen und Stufenheck vertrieben wird. Tatsächlich ist der Maybach 62 neben dem kleineren Schwesternmodell 57 anders als der Maybach Exelero das bisher einzigste Serienmodell des Herstellers, der im Besitz der Daimler AG ist und von Mercedes-Benz Cars vermarktet wird.

Seit 2008 ist der Maybach 62 als offene Version Maybach Landaulet zu ordern, 2009 folgte das auf nur 100 Exemplare limitierte Sondermodell Maybach Zeppelin. Ebenfalls eine besondere Version ist der Maybach Guard, der als „Panzerlimousine“ ausgeliefert wird.

Maybach 62: Einmal klein, einmal groß

Der große Unterschied des Maybach 62 gegenüber dem Modell 57 ist vor allem in Länge und Radstand zu finden, somit letzten Endes vor allem wohl im Raumangebot des Fonds. In nackten Zahlen bietet der Maybach 62 eine Länge von 6.171 Millimeter respektive 6,17 Meter, der Maybach 57 hingegen „nur“ 5.734 Millimeter beziehungsweise 5,73 Meter. Die gerundeten Dezimalwerte ergeben schließlich die bekannten Modellnamen.

Als Motor dient beiden Versionen ein V12, der aus 5,5 Litern Hub 550 PS (405 kW) und 900 Nm Drehmoment leistet. Im Sprint von null auf 100 km/h braucht der Maybach 62 nur 5,4 Sekunden, die Spitze gibt Mercedes mit 250 km/h an. Auf dem Genfer Autosalon 2005 folgte mit dem Maybach 62 S (Spezial) eine zweite stärkere Version mit 6,0 Litern Hub und 612 PS (450 kW) bei 1.000 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit der S-Version ist gleich dem normalen Maybach 62, im Sprint braucht der 62 S hingegen 5,2 Sekunden. Zum Vergleich: Der Chevrolet Camaro ZL1 braucht 2,8 Sekunden, McLaren MP4-12C 3,3 Sekunden, Koenigsegg CC 8S 3,5 Sekunden, Tesla Roadster oder Ferrari 599 GTB jeweils 3,7 Sekunden...

Maybach 62: Auf Druck der Konkurrenz

Letzten Endes geht die Wiederbelebung der Luxusmarke Maybach und der Maybach 62 auf den Druck der Konkurrenz zurück: Volkswagen und BMW hatten die englischen Marken Bentley und Rolls-Royce übernommen, Daimler sah sich im Zugzwang. Die hohen Ziele aber konnten die Maybach-Modelle nicht erfüllen, 2004 wurden weltweit gerade mal 500 Modelle abgesetzt.

Der Misserfolg dürfte vor allem in zwei Gründen liegen: Zum einen in der fehlenden Eigenständigkeit von Maybach 57 und Maybach 62, die Experten lediglich als „aufgepumpte S-Klasse“ ansehen. Zum anderen kam beispielsweise 2005 mit dem Bentley Continental Flying Spur ein Konkurrenzmodell auf den Markt, das nur die Hälfte kostet. Der Maybach 62 startet immerhin bei knapp 460.000 Euro, der Maybach 62 S bei rund 524.000 Euro. Spätestens 2013 wird das Modell daher inklusive der ganzen Marke eingestellt...

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