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Ford Mondeo

Mit dem Mondeo brachte der Kölner Autobauer Ford 1993 seine neue Mittelklasse ins Autohaus, mittlerweile wird der Ford Mondeo bereits in dritter Generation gebaut. Als Nachfolger des Ford Sierra wurde der Ford Mondeo bisher in den Versionen als Viertürer mit Stufenheck wie ebenso als Fünftürer mit Schrägheck oder als Kombi angeboten.

Interessant: Nachdem Ford bei seiner Mittelklasse 22 Jahre lang auf Heckantrieb gesetzt hatte, kehrte die Kölner mit dem Ford Mondeo zum Frontantrieb zurück. Gebaut wird die Mittelklasse zusammen mit den Vans Galaxy und S-Max im belgischen Werk Genk.

Ford Mondeo Typ GBP/BNP: 1993 bis 2000

Die erste Generation des Ford Mondeo, intern Typ GBP und BNP genannt, wurde jedenfalls 1993 bis 2000 angeboten und war neben dem nun wieder typischen Frontantrieb kurzzeitig sogar als Allrad zu ordern. Gegenüber dem US-Mondeo, in den Staaten als Ford Mystique oder Ford Contour vermarktet, zeigte das europäische Modell neben dem anderen Namen auch ein anderes Design, 1996 wurde jedoch ein (fast) einheitlicher Look eingeführt.

1994 wurde der Ford Mondeo als Auto des Jahres ausgezeichnet, Ford peilte sogar einen Marktanteil von 15 Prozent in der Mittelklasse an. Tatsächlich zählen Experten den Ford Mondeo erster Generation aufgrund seiner 16V- und 24V-Motoren zu einem der modernsten Modelle seiner Zeit, Ex-F1-Weltmeister Jackie Stewart half beim Abstimmen des Fahrwerks. Kritisiert wurde hingegen gern das etwas konservative Design.

Ford Mondeo I: Modellpflege in 1996

Ende November 1996 zeigte Ford daher eine recht große Modellpflege (intern Typ BAP, BFP und BNP für Stufenheck, Fließheck und den Kombi Turnier), wo Kühlergrill oder Scheinwerfer neu gezeichnet waren. In der Länge legte der modellgepflegte Ford Mondeo I um 7,5 Zentimeter zu, ebenso wenige Millimeter in Breite wie Höhe, der Radstand von 2.704 Millimeter blieb gleich. Letzten Endes waren die Änderungen so bedeutend, dass neue Crashtest erforderlich waren, Technik und Motoren wurden allerdings aus der ersten Version übernommen.

1997 gab es drei Modelle (Stufenheck, Schrägheck, Kombi), Mai 1998 folgte ein weiteres kleines Facelift, das jedoch eher technischer Natur war und auch den Innenraum betraf. In vier Ausstattungen (Ambiente, Trend, Futura und Ghia) bot der deutlich überarbeitete Ford Mondeo Benziner mit 90 bis 205 PS aus 1,6 bis 2,5 Litern sowie einen 1,8-Liter-Diesel mit 90 PS.

Ford Mondeo II: 2000 bis 2007

2000 bis 2007 brachte Ford mit den intern B4Y, B5Y und BWY genannten Typen die zweite Generation des Mondeo ins Autohaus, der eine komplette Neuentwicklung war. Im Design ging der Ford Mondeo II ebenfalls neue Wege und folgte Ford Fiesta und Co. dem neuen Stil „New-Edge-Design“, das Fahrwerk galt unter den damaligen Mittelklassemodellen mit Frontantrieb als das Fahrwerk schlechthin. In der Länge hatte der zweite Mondeo um ganze 20 Zentimeter (Stufenhecklimousine) zugelegt, in der Breite um sieben Zentimeter, im Radstand um fünf Zentimeter.

Außerdem wurde die Plattform des Ford Mondeo II an andere Modelle „weitergegeben“, beispielsweise an den Volvo S60, Jaguar X-Type oder Mazda6. 2003 gab es eine große Modellpflege, 2005 eine kleinere, 2007 wurde eine gewisse Rostanfälligkeit festgestellt, was jedoch auf Teile von Zulieferern zurück zu führen war. Immerhin bot der Ford Mondeo II Front-, Seiten- und Kopfairbags in Serie, IPS (Intelligent Protection System), Klima oder zwölf Jahre Garantie - gegen Durchrostung. Als Motoren standen Benziner mit 110 bis 226 PS im Sportmodell Mondeo ST 220 mit 3,0-Liter-V6 sowie Diesel mit 90 bis 155 P zur Verfügung.

Ford Mondeo III: Dritte Generation seit 2007

2007 kam die dritte Generation, intern Typ Ba7, des Ford Mondeo in den Handel, die nun auf die neue Designlinie „Kinetic“ setzt. Wie der Mondeo II ist der neue Ford Mondeo mit Stufenheck, Schrägheck oder als Kombiversion Turnier zu ordern, die Plattform ist die gleiche wie bei Ford S-Max und Ford Galaxy. Die Motoren sind ebenfalls die gleichen, gestrichen wurden allerdings die V6-Aggregate. Außerdem ist der Ford Mondeo III einmal mehr gewachsen, in der Länge um rund zwei Zentimeter, in der Breite um sechs Zentimeter, im Radstand um zehn Zentimeter.

Tatsächlich ist der Ford Mondeo III etlichen Konkurrenten in Sachen Maßen überlegen, egal ob Audi A4, BMW 3er, Alfa Romeo 159, Honda Accord, Saab 9-3, Seat Exeo, Mercedes C-Klasse, Skoda Octavia oder Toyota Avensis. Einzig Citroen C5, Kia Optima, Opel Insignia und auch noch der VW Passat können mehr oder minder mithalten...

Ford Mondeo: Nicht in den Staaten

Ein anfangs geplanter Verkauf des Ford Mondeo III in den Staaten war ebenfalls schnell wieder vom Tisch, da zeitgleich der neue Ford Fusion in den USA eingeführt wurde. 2010 wurde schließlich das Motorenprogramm des Ford Mondeo überarbeitet, gänzlich neu war der 2.0 SCTi Benziner mit 203 PS inklusive Turbo, der bereits aus dem Ford Focus und aus dem Ford C-Max bekannt war. Aktuell bietet der Ford Mondeo - ab 23.200 Euro (Stand 2011) - fünf Benziner mit 120 bis 240 PS und vier Diesel 115 bis 200 PS, außerdem eine Flexifuel-Version für Bioethanol (E85).

Im gleichen Jahr wurde wegen fehlender Nachfrage die Limousine aus dem (deutschen) Handel genommen, Ende 2010 erfuhr der Mondeo III schließlich eine Modellpflege. Oktober 2011 folgt mit dem Mondeo 2.0 EcoBoost ein neues Topmodell mit 240 PS, wobei die Mittelklasse auch im Motorsport durchaus Erfolge vorzuweisen hat. 2008 und 2009 gewann der Ford Mondeo beispielsweise die 24 Stunden auf dem Nürburgring (Klasse SP4T) - 2009 mit 14 Runden Vorsprung...

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