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Ford Ka

Mit dem Modell Ka bietet der Kölner Hersteller Ford seit 1996 einen Kleinstwagen an, der generell als Dreitürer mit Steilheck ausgelegt ist. Tatsächlich war der Ford Ka eines der ersten Modelle in seiner Fahrzeugklasse überhaupt, wobei die erste Generation mit zwölf Jahren auch recht lange in Produktion war.

Erst 2008 folgte auf dem Pariser Autosalon die zweite Generation des kleinen Ford Ka, der nun in Kooperation mit Fiat entstand, zum Februar 2009 kam der neue Ford Ka auf den deutschen Markt. Heute ist der kleine Ka das Einstiegsmodell der Marke unter Fiesta, Focus, Fusion, S-Max, Galaxy, Mondeo, Ranger und Co...

Ford Ka I: Typ RBT von 1996 bis 2008

Der erste Ford Ka, intern Typ RBT genannt, wurde von September 1996 bis August 2008 gebaut. Gedacht vor allem als Stadtflitzer wurde der Ford Ka unterhalb des Kleinwagens Fiesta angesiedelt, der Plattform, Motoren, Frontantrieb und Bremsanlage lieferte. Außerdem wollte Ford mit dem neuen Viersitzer seine Marktanteile im Kleinwagensegment verteidigen, wobei der Ford Ka vor allem für Europa konzipiert ist. Außerhalb Europa war der Ford Ka nur zeitweise in der Türkei sowie in Mittel- und Südamerika (1999 bis 2007) oder in Japan (1999 bis 2006) zu kaufen, 1999 bis 2002 zudem in Australien.

Gebaut wird der Ford Ka im spanischen Valencia oder in Brasilien (für Amerika), 2002 waren bereits eine Million Modelle produziert. Abgeleitet wurde der Modellname des Ford Ka übrigens vom ägyptischen „Ka“, wo das Wort für Seele oder Lebenskraft steht - kurzum bewarb Ford den neuen Kleinstwagen als „Auto mit Seele“...

Ford Ka: Kleines Auto mit Seele

Beim Design setzte Ford erstmals auf das neue „New-Edge-Design“, dem später auch Ford Mondeo, Ford Puma, Ford Cougar, Ford Galaxy und Ford Focus folgten. Als Motor diente anfangs eine 1,3-Liter-Maschine mit 50 oder 60 PS, ab 2002 ein neuer Vierzylinder-Duratec ebenfalls mit 1,3 Litern und 60 oder 69 PS sowie mit 1,6 Litern und 95 PS. Kombiniert waren die Motoren jeweils mit einer manuellen 5-Gang-Schaltung, Dieselmotoren gab es im ersten Ford Ka nicht.

Über die zwölf Jahre Bauzeit erfuhr der Ford Ka gleich etliche Facelifts, November 1998 gab es eine neue Hinterachse, Februar 1999 wurde eine dritte Bremsleuchte zur Serie. März 2000 wurden neuen Sitze eingebaut, Oktober 2002 kamen die oben genannten neuen Motoren zum Einsatz, Januar 2005 gab es ein neues Armaturenbrett. In Serie war ein Fahrerairbag eingebaut, ab 1997 auch ein Beifahrerairbag, ABS kostete 560 DM extra, wurde 2005 allerdings ebenfalls zur Serie. ESP hingegen gab es auch gegen Aufpreis nicht, beim Euro NCAP-Crashtest gab es nur drei von fünf Sterne...

Ford Ka: Mankos, Studien, Auszeichnungen

Auch mit einigen Mankos machte der Ford Ka immer wieder von sich reden, beispielsweise mit Korrosionsschäden vor der A-Säule, Rost rund um den Tankdeckel, an Einstiegsleisten, Schwellern oder Heckklappe. Die Türschlösser machten ebenso gern Ärger wie die elektrischen Fensterheber oder die Lautsprecher. 2007 kam der Ford Ka bei der ADAC Pannenstatistik nur auf Platz 23 von 27 Modellen (Kategorie: Kleine Klasse), 2008 wurde er sogar nur 32. und damit Letzter (Kategorie: Kleine Klasse/Kleinstwagen), 2009 Sechster - von acht Modellen - vor smart fortwo und Chevrolet Matiz, dem Vorgänger des Chevrolet Spark (Kategorie: Kleinstwagen).

Dafür sorgte Ford wieder mit etlichen Studien für Aufsehen, 2000 beispielsweise mit dem Streetka, der eine Cabrioversion des Ford Ka war. Ebenfalls in 2000 wurde die Elektroversion e-Ka präsentiert, 2001 der CNG-Ka mit Erdgasantrieb. Auch Auszeichnungen wurden dem Ford Ka mehr als einige verliehen, 1996 der Titel „Favourite Car“ (Sunday Telegraph/Großbritannien), „Best Car of the Year“ (Autocar/Großbritannien), „Schönstes Auto der Welt“ (Automobilia/Italien), „Goldenes Lenkrad“ (Bild am Sonntag/Deutschland), „Bestes Stadtauto 1997“ (Auto Zeitung) und und und...

Ford Ka II: Zweite Generation seit 2008

August 2008 folgte mit dem Typ RU8 die zweite Generation des Ford Ka, der in seiner Länge auf den Millimeter genau gleich blieb (3.620 mm), in der Breite 27 Millimeter zulegte, in der Höhe ebenfalls, im Radstand hingegen fast 15 Zentimeter kürzer wurde. Zusammen mit Fiat entwickelt nutzt der Ford Ka II die Plattform des Fiat Panda, wobei der Fiat 500 anno 2007 ebenfalls aus der Ford-Fiat-Kooperation hervorgegangen ist. Zusammen werden die Modelle bei Fiat im polnischen Tychy gebaut, pro Jahr laufen je Modell 120.000 Neuwagen vom Band.

Trotz der gleichen Plattform zeigen sich die Modelle jedoch optisch verschieden, tatsächlich zeigt der Ford Ka II das neue Kinetic-Design von Ford statt dem Retro-Design des kleinen Italieners. Die Fahrwerksabstimmung ist ebenfalls anders, bei den Motoren (Euro 4) setzen die ungleichen Zwillingen wieder auf die gleichen Antriebe. Eingebaut sind Ford Ka II wie ebenso Fiat 500 ein 1,2-Liter-Benziner mit 69 PS und - erstmals im Ka - ein Diesel mit 1,3 Litern und 75 PS. Der Diesel entstammt aus einer Fiat-Kooperation mit GM Powertrain und war beispielsweise bereits im Opel Corsa D eingesetzt.

Ford Ka II: Weniger Verbrauch und CO2

Die neuen Motoren scheinen sich jedenfalls für den Ford Ka gelohnt zu haben, im Verbrauch kommen die Aggregate auf 4,1 bis maximal 5,1 Liter auf 100 Kilometer (Ford Ka I: 5,9 bis 7,6 Liter/100 km). In punkto CO2 emittiert der Ford Ka nur noch 109 bis 119 Gramm pro Kilometer (Ford Ka I: 140 bis 182 g/km), womit der Kleinstwagen fast mit dem Toyota Prius konkurrieren kann und auf einen Level mit Modellen wie VW Polo, Peugeot 207, Toyota Yaris oder Seat Ibiza liegt. Seit Ende 2010 wird eine Start-Stopp-Automatik in Serie eingebaut, die Motoren kommen neuerdings Euro 5.

Die Sicherheit ist ebenfalls verbessert, bereits das Basismodell Ford Ka Trend rollt mit vier Airbags aus Werk, ebenso ABS, EBD (elektronische Bremskraftverteilung), Isofix-Kindersitzhalterung, elektrische Servolenkung oder Bordcomputer. Im 2008er Euro NCAP-Crashtest kam der kleine Stadtflitzer nun außerdem auf vier (statt drei) von fünf Sternen.

Ford Ka: Kleines Auto, kleiner Preis

Zur Markteinführung der ersten Generation kostete der Ford Ka in Deutschland 9.750 Euro, Ende 2011 lag der Preis für das Basismodell - nun für die zweite Generation - bei 9.700 Euro. Damit ist der Ka deutlich günstiger als das italienische Schwesternmodell Fiat 500 ab 11.400 Euro. Quasi als Gegenpol zum Abarth 500 ist eine Sportversion als Ford Ka ST in Planung, der 1,4-Liter-Motor soll 135 PS leisten und 205 km/h ermöglichen. Ein Cabriolet als Ford Ka CC ist ebenfalls in Arbeit, außerdem ein Kombi und ein Hybridmodell.

Wie die erste Generation erhielt der Ford Ka II etliche Auszeichnungen, beispielsweise wurde der Kleinstwagen zum Firmenauto 2009 und 2010 (Zeitschrift Firmenauto, Kategorie Minicars) gewählt, 2011 zum „Wertmeister“ (Kategorie Minis) bei Auto Bild und EurotaxSchwacke. In Südamerika ist der Ford Ka ebenfalls zu haben, hier allerdings als eigenständiges Modell, das mit dem hiesigen Modell weder technisch noch optisch etwas gemein hat.

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