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Dacia Duster

Mit dem Duster stieg der rumänische Autobauer Dacia April 2010 ins Trend-Segment der SUV ein, wobei der Dacia Duster als Kompakt-SUV gilt. Gebaut als Fünftürer mit Steilheck wird der Dacia Duster außerhalb Europas als Renault Duster verkauft, beispielsweise in der Ukraine, in Afrika, Asien oder Südamerika.

Gegenüber der ersten gleichnamigen Studie des Dacia Duster verlor der spätere Serien-SUV allerdings viel von seinem visuellen Pepp, tatsächlich hatte die rassige Crossover-Studie aus Coupé und Kombi technisch wie optisch nichts mehr mit dem späteren Serienmodell gemein.

Duster: Vom Konzept zur Serie

Viel übrig von der 2009 auf dem Genfer Autosalon vorgestellten Studie blieb beim späteren Serienmodell des Dacia Duster jedenfalls nicht, wobei der Serien-SUV gerade optisch vieles einbüßte und geradezu konservativ wurde. Die Basis des Dacia Duster hingegen ist quasi eine alte Bekannte im Renault-Konzern, baut der Rumänen-SUV doch auf die B0-Plattform auf, die ebenso vom kleinen Dacia Sandero und dem Dacia Logan (Untere Mittelklasse) genutzt wird.

Außerdem nutzen die B-Plattform auch der Nissan Juke, Nissan Micra, Nissan Note und schließlich Renault Clio III, Renault Modus und Renault Twingo III. Der Dacia Duster hat somit recht viele (Konzern)Geschwister, wobei der SUV mit 2,67 Meter einen längeren Radstand aufweist, wenn auch nur um vier Zentimeter.

Dacia Duster: Mehr Sein als Schein

Außerdem ist der heutige SUV oberhalb von Sandero und Logan nicht das erste Dacia-Modell, das unter dem Namen vermarktet wird. Schon 1980 bis 1989 wurde in Großbritannien ein Dacia Duster angeboten, der Geländewagen ARO 10 4x4. Heute hingegen ist der Dacia Duster ein Sport Utility Vehicle, das im Gelände allerdings durchaus zu überraschen weiß. Die Überhänge (vorn 82,2 cm, hinten 82 cm) sind kurz, Unterfahrschutz ist ebenfalls vorhanden, die Bodenfreiheit liegt bei 20,5 Zentimeter, beim Allrad sogar bei 21 Zentimeter.

Der Rampenwinkel des Dacia Duster liegt bei 23 Grad, die Böschungswinkel dank der kurzen Überhänge bei 30 (vorn) respektive 35 Grad (hinten). Damit ist der Dacia Duster deutlich besser als der VW Tiguan Track&Field mit 25 Grad, zumal der Rumäne mit 1.330 Kilo auch eher ein Leichtgewicht für sein Segment ist. Der Allrad 4x4 wurde von Nissan X-Trail und Nissan Qashqai übernommen, allerdings ohne Bergabfahrhilfe und elektronische Differentialsperre. Wert wurde dafür wieder auf Korrosionsschutz und Steinschlagschutz gelegt.

Dacia Duster: Neue Sicherheit

Geht es um das Thema Sicherheit, bietet der Dacia Duster ABS, EBD (elektronische Bremskraftverteilung) und BAS (Bremsassistent) in Serie, ebenso Frontairbags, Gurtstraffer und je nach Ausstattung Seiten- und Kopf-Thorax-Airbags. Für die 4x4-Versionen gibt es zudem ASR (Antischlupfregelung) und CSV, auf der Rückbank finden sich Isofix-Halterungen für Kindersitze.

Zum ersten Mal in einem Dacia-Modell wird im Duster ESP angeboten, allerdings optional gegen Aufpreis und anfangs allein für das stärkste Dieselmodell. Nach einem verkorksten Elchtest in den Niederlanden ist ESP jedoch seit Anfang 2011 in allen Ausstattungen zu haben, ausgenommen das Basismodell und weiterhin nur gegen Aufpreis. Im Euro NCAP-Crashtest fuhr der Dacia Duster daher wenig überraschend nur drei von fünf Sterne ein.

Duster: Ein Rumäne im Motorsport

Trotzdem erregt der Dacia Duster Aufmerksamkeit, nicht zuletzt wegen seiner Einsätze im Motorsport. Mit dem ehemaligen F1-Weltmeister Alain Prost am Steuer wurde der Dacia Duster - extrem modifiziert - beispielsweise in der Eisrennserie Trophée Andros eingesetzt, prompt wurde der Franzose Vizemeister. Bei der marokkanischen Wüsten-Rallye Aicha gewann der Dacia Duster sogar das Rennen, hinterm Lenkrad die Pilotinnen Dounia und Isabelle, ein zweites Fahrzeug kam auf Platz fünf ins Ziel.

Beim US-Bergrennen Pikes Peak International Hill Climb wurde Jean-Philippe Dayraut mit einem Dacia Duster Prototypen und 850 PS unter der Haube guter Dritter. Apropos PS: Zur Motorenwahl stehen ein 1,6-Liter-Benziner (105 PS) und zwei 1,5-Liter-Diesel mit 90 und 107 PS, allesamt als Vierzylinder ausgelegt und quasi von der Konzernmutter Renault gesponsert. Außerdem steht eine LPG-Version (Autogas) mit ebenfalls 105 PS zur Verfügung, der Front- oder Allradantrieb wird mit 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe kombiniert.

Dacia Duster: Zahlen, Zahlen, Zahlen

Überzeugen kann der 4,32 Meter lange und 1,82 Meter breite Dacia Duster somit durchaus, beispielsweise bietet der Kofferraum 475 Liter Ladevolumen, die je nach Version sogar auf bis zu 1.600 Liter erweiterbar sind. Selbst eine Siebensitzer-Version ist geplant, dann allerdings wohl unter dem Modellnamen Dacia Kanjara und auf Märkten, wo der Duster als Renault vermarktet wird.

Interessant schließlich ist der Dacia Duster im Preis, startet der Rumäne doch zum quasi unschlagbaren Kampfpreis von gerade mal 11.990 Euro, womit der SUV konkurrenzlos erscheint. Konkurrenten wären Nissan Qashqai oder viel mehr Nissan Juke, Kia Sportage, Skoda Yeti, Hyundai ix35, Suzuki Grand Vitara, Mitsubishi ASX oder der kommende Mazda MX-5...

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