News & Infos zu Autos, Marken & Modellen

Chevrolet Volt

Mit dem Volt bietet Chevrolet und somit General Motors seit August 2010 eines der ersten Elektroautos in (Groß)Serie, wobei der US-Stromer als Fünftürer mit Schrägheck im Segment der Kompaktautos anzusiedeln ist. Als Kompaktmodell ist der Volt somit über Chevrolet Spark oder Chevrolet Aveo und unter Chevrolet Cruze, Chevrolet Orlando oder dem 2012 kommenden Chevrolet Malibu.

Zuerst als Plug-in-Hybrid (Steckdosenhybrid) und reine Studie geplant, wurde der Chevrolet Volt später jedenfalls doch zum Serienmodell, wobei der Ami auf einen Elektromotor und einen zusätzlichen Verbrennungsmotor als Generator baut.

Chevrolet Volt: Elektro und Benziner

Tatsächlich sind dem eigentlichen Elektroauto gleich zwei Motoren eingebaut, ein reiner Elektromotor, der das Auto antreibt, und ein zweiter Benziner, der bei leeren Akkus einen Generator als Stromerzeuger bedient. Kurzum preist General Motors den Chevrolet Volt - nach Kritik seitens Presse und Fans - nicht mehr als reines Elektromodell, sondern als Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite.

Im Fachjargon heißt die Idee mittlerweile Range Extender, was zu gut Deutsch so viel wie Reichweitenverlängerer bedeutet. Allein mit Elektroantrieb kommt der Chevy Volt 60 bis 80 Kilometer weit, mit „Range Extender“, ergo dem Benziner als Stromerzeuger weitere 500 Kilometer. Als Hybridauto gilt der Chevrolet Volt zumindest seitens GM allerdings nicht, hierzu müssten zwei Antriebe vorhanden sein, der ebenfalls eingebaute Benziner aber wirkt nicht als direkter Antrieb...

Volt: Plattform, Technik, Bruder

Als Erbe des eher unbekannten Elektromodells General Motors EV1 nutzt der Chevrolet Volt die bekannte Delta-II-Plattform, die auch der Chevrolet Cruze sowie Opel Astra J und Opel Zafira C gebrauchen. Auf gleicher Basis baut natürlich auch der deutsche Bruder Opel Ampera auf, der zwar die gleiche Antriebstechnik wie der Chevrolet Volt nutzt, optisch aber doch um einiges anders ausschaut.

Der Elektromotor des Chevrolet Volt leistet übrigens 111 kW oder 151 PS und bietet eine Spitze von 160 km/h. Im Sprint von null auf 100 km/h braucht der Volt 8,5 Sekunden, sind die Akkus leer, springt der Vierzylinder-Benziner mit 84 PS aus 1,4 Litern Hub an und liefert neuen Strom. Bei US-typischen 120-Volt-Anschlüssen dauert das Laden der Lithium-Ionen-Akkus mit 16 kWh Kapazität gut zehn Stunden, mit 240 Volt nur noch vier Stunden.

Chevrolet Volt: Elektrisch fahren

In der Praxis bietet der Chevrolet Volt drei verschiedene Fahrmodi, wobei die ersten 40 bis 80 Kilometer - volle Akkus vorausgesetzt - im Fahrmodus eins generell allein elektrisch gefahren werden. Bis 70 Meilen pro Stunde (113 km/h) treibt allein der E-Motor den Volt vorwärts, ab 70 Meilen pro Stunde (Fahrmodus zwei) hilft dem Elektromotor der Generator beim Antrieb, allerdings ohne aktivierten Benziner. Im dritten Fahrmodus und ab 30 Prozent (Rest)Energie in den Akkus wird schließlich der Benziner aktiviert und erzeugt über den Generator neuen Strom.

Bei mehr als 70 Meilen pro Stunde wird durch das Zuschalten des Generators als zusätzlichen Antrieb außerdem eine gewisse Energiemenge des Benziners an die Antriebsräder übertragen, weswegen der Chevrolet Volt ebenso wie der Ampera von Opel bereits in der Kritik standen, da sie eben keine reinen Elektrofahrzeuge sind. Letzten Endes liegt der Verbrauch des Chevy Volt im Fahrmodus drei bei einer Gallone pro 37 Meilen, was umgerechnet 3,92 Liter auf 100 Kilometer entspricht.

Volt: Konkurrenz, Ziele, Auszeichnungen

Ende 2011 soll der Chevrolet Volt neben dem Opel Ampera auch in Europa auf den Markt kommen, wobei die Modelle noch recht konkurrenzlos sind. Erste Elektroautos wie Nissan Leaf, Mitsubishi i-MiEV, Peugeot iOn oder Citroen C-Zero sind allein mit Elektroantrieb ausgestattet und unterliegen mit rund 150 Kilometern den Range-Extender-Modellen in punkto Reichweite deutlich.

Geht es schließlich um die Ziele, die General Motors mit dem 4,50 Meter langen Chevrolet Volt verfolgt, sind für das erste volle Verkaufsjahr 2011 rund 16.000 verkaufte Fahrzeuge anvisiert, für 2012 sogar 60.000 Modelle. Immerhin konnte der Chevrolet Volt marketingtechnisch bereits mit einigen Auszeichnungen für Aufmerksamkeit sorgen, etwa mit dem Titel „North American Car of the Year“. Den Titel gewann der Chevy Volt mit 233 Punkten klar vor Hyundai Sonata (163 Punkte) - in Europa mittlerweile vom Hyundai i40 beerbt - und Nissan Leaf (94 Punkte)...

AUTO & MOTORS Social Media

AUTO & MOTORS auf TwitterAUTO & MOTORS auf FacebookAUTO & MOTORS RSS Feed

AUTO-und-MOTORS.de Newsletter

Immer brandaktuell informiert, abonnieren Sie unseren AUTO & MOTORS Newsletter!

Benutzeranmeldung

Wer ist online

Zur Zeit sind 0 Benutzer und 3 Gäste online.