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Top 10: Die beliebtesten Importautos der Deutschen 2010

2010 ist schon seit Wochen Geschichte, just schreiben wir bereits (Ende) Mai 2011. Was aber waren die beliebtesten Importautos bei den Deutschen im alten Jahr? Hier die Top 10!

Tatsächlich muss es nicht immer Audi, BMW oder Volkswagen sein, auch so mancher ausländische Hersteller baut schöne Autos. Jedoch: Auch bei den Importeuren mischt Deutschland kräftig mit, tauchen doch Marken wie Skoda oder Seat auf, bekanntlich VW-Töchter. Platz eins geht auch prompt an eine VW-Tochter, nämlich Skoda respektive den kleinen Skoda Fabia. Der wurde 2010 in Deutschland genau 48.609 Mal verkauft, wobei der kleine Tscheche wahrlich viel deutsche Technik versteckt - die Plattform stellt der VW Polo.

Platz zwei der Top 10 geht ebenfalls an Skoda, genauer an den Skoda Octavia, von dem in 2010 genau 42.946 Modelle in Deutschland verkauft wurden. Besonders begehrt ist zudem - typisch Deutschland - der Skoda Octavia Combi, der bei Testvergleichen fast immer als Sieger dasteht. Letzten Endes basiert aber auch der Skoda Octavia auf einen Volkswagen, nämlich auf den VW Golf...

Auf dem dritten Platz tummelt sich mit 40.498 verkauften Modellen zum ersten Mal überhaupt ein (Süd)Koreaner in den deutschen Top 10, der 2007 eingeführte Kompakte Hyundai i30. Gebaut wird der eigentliche Koreaner jedoch quasi nebenan, nämlich in Tschechien (Nosovice), wo die Koreaner ihr erstes Europa-Werk gebaut haben. Kurzum ist der Koreaner also eigentlich Europäer, wobei gerade Hyundai weltweit am wachsen ist. Außerdem glauben die Asiaten an ihre Qualität, fünf Jahre Garantie sagen alles!

Platz vier geht ebenfalls an ein Modell der Kompaktklasse, allerdings an einen Franzosen, nämlich den Renault Mégane. Der Franko-Golf wurde anno 2010 in Deutschland 27.465 Mal verkauft, wobei dem Mégane zu gute kommt, dass die früheren Mankos in der Qualität mittlerweile Vergangenheit sind. Viele Test von Auto-Magazinen bescheinigen dem Renault Mégane dann auch eine deutlich bessere Qualität als früher, Ausstattung, Platz und ebenso Motoren sind mittlerweile die großen Pluspunkte. Selbst die Premiummarke Mercedes-Benz will in Zukunft Diesel-Motoren von Renault in ihre A-Klasse einbauen...

Der fünfte Platz wirbelt die Kompakten auf, geht dieser Rang doch an einen SUV respektive den Crossover Nissan Qashqai. Wie der Hyundai i30 aber ist der eigentliche Asiate oder viel mehr Japaner jedoch mehr Europäer, gebaut nämlich wird der Qashqai in England (Sunderland). In Deutschland wurde der Nissan-SUV in einer Stückzahl von 24.148 Modellen verkauft, tatsächlich ist der „Japaner“ so erfolgreich, dass im englischen Werk Sonderschichten gefahren werden müssen - an 30 Samstagen pro Jahr!

Der Sechstplatzierte hingegen war anno 2009 noch die Nummer zwei unter den Importautos, wobei der Vorgänger sogar lange Zeit die Nummer eins war. Die Rede ist vom Kleinwagen Peugeot 207, dessen Vorgänger 206 jahrelang die Nummer eins in ganz Europa war, wobei allerdings der 207 durchaus ein würdiger Erbe ist. Trotzdem rutschte der Peugeot 207 von zwei auf nun Platz sechs ab, möglicherweise auch wegen den neuen Generationen von VW Polo und Ford Fiesta. Im Fazit wurden vom Peugeot 207 in 2010 23.994 Modelle verkauft, zumal der smarte Franzose als Limousine, Cabrio und Kombi zu haben ist.

Knapp hinter dem 207 folgt allerdings schon der Fiat Panda mit 23.638 verkauften Autos auf Platz sieben der 2010er Top 10. Jedoch: Auch der eigentliche Italiener ist längst kein Italiener mehr, sondern ein Pole, wird der Panda doch im polnischen Tichy produziert, übrigens zusammen mit dem Ford Ka und dem Fiat 500. Der Fünftürer besticht jedenfalls mit Preis, Verbrauch, Ausstattung und Fahrbarkeit, zudem steht der Stadtflitzer mit günstiger Alternative á la Erdgas im Autohaus...

Ebenso knapp wie der Fiat auf dem Peugeot folgt dem Fiat der Seat Ibiza auf Platz acht, ergo wieder ein halber Deutscher. So mancher Fan gibt dem Ibiza sogar den Vorrang vor dem Polo, weswegen vom kleinen Iberer in 2010 23.570 Modelle in Deutschland verkauft wurden. Tatsächlich schlägt unter dem spanischen Blechkleid quasi ein deutsches Herz, genauer eben Technik vom aktuellen Polo V. Ergo glänzt der Iberer mit Ausstattung, Sicherheit, Fahrbarkeit und Verbrauch, ebenfalls mit Qualität - das kommt beim deutschen Kunden an.

Der nächste und mittlerweile neunte Platz in den 2010 Top 10 Importautos geht nach Frankreich und zwar an den kleinen Renault Clio, der in aktuell dritter Generation (seit 2005) aber locker die 4-Meter-Marke knackt. Seit 2009 ist der Clio zudem in einer Modellpflege auf dem Markt, die durchweg gelungen und modern erscheint. Pro: Der Innenraum wirkt ebenfalls angenehmer, wobei Renault auch auf die Qualität des Kleinwagen geachtet hat. Letzten Endes bezeugen 23.333 verkaufte Modelle wohl recht klar, das der neue Kleine beim deutschen Kunden ankommt, wobei der Clio auch Komfort, Dynamik und Fahrbarkeit bietet. Topp: Beim Motorenangebot ist Renault richtig großzügig, etliche Benziner und Diesel stehen beim kleinen Renault Clio zur (Aus)Wahl...

Den letzten Platz der Top 10 erkämpft sich ein weiteres Modell aus der Renault-Flotte, nämlich der Renault Scénic. Der wurde in Deutschland 22.677 Mal verkauft, wobei der Scénic quasi als einer der Pioniere im Segment der Vans gilt. Etliche Jahre war der Renault Scénic sogar europäischer Marktführer, mittlerweile liegt der französische Kompakt-Van allerdings hinter Opel Zafira und VW Touran zurück. Trotzdem hat der Scénic noch heute treue Fans, wobei der Kompakte sogar Langversion und Siebensitzer Renault Grand Scénic zu kaufen ist, inklusive komplett versenkbarer dritter Sitzreihe.

Die Top 10 der „deutschen“ Importautos 2010

01. Skoda Fabia (48.609 Autos)
02. Skoda Octavia (42.946 Autos)
03. Hyundai i30 (30.498 Autos)
04. Renault Mégane (27.465 Autos)
05. Nissan Qashqai (24.148 Autos)
06. Peugeot 207 (23.994 Autos)
07. Fiat Panda (23.638 Autos)
08. Seat Ibiza (23.570 Autos)
09. Renault Clio (23.333 Autos)
10. Renault Scénic (22.677 Autos)